„Neon“ und Co. mit durchweg ausgeglichener Bilanz – Leistungsgerechtes Unentschieden im Spitzenspiel!

Wenn der Tabellenerste auf den Tabellenzweiten trifft, sind im Sport zumeist alle Beteiligten bis in die Haarspitzen motiviert, es geht nämlich in diesen Spitzenspielen meistens nicht nur um Punkte, sondern auch um viel Prestige. Somit konnte das Spiel der TSG Wellerode III beim FSK Vollmarshausen IV am Samstag, den 28.04.2018, eigentlich nicht als „Spitzenspiel“ deklariert werden. Denn statt totaler Fokussierung gab es vor dem Duell der beiden stärksten Mannschaften unserer „Losergruppe“ eher Sätze wie „Wollen wir uns nicht auf 5:5 einigen und gleich zum Schoppen übergehen?“ zu hören.

Es ging ja auch wirklich nur um die sprichwörtliche goldene Ananas, weder Wellerode noch Vollmarshausen konnten noch von ihrem ersten bzw. zweiten Tabellenplatz verdrängt werden. Für unsere „Dritte“ galt es allerdings noch eine Serie zu verteidigen: Sechs Siege und sogar sieben Spiele ohne Niederlage am Stück hatte es in der Rückrunde bisher gegeben. Dass es letztlich eine sehr umkämpfte Partie und eben keine klare Angelegenheit wie beim 9:1-Sieg der TSG im Hinspiel wurde, lag unter anderem auch daran, dass alle Welleröder Mannschaften zeitgleich im Einsatz waren und die „Dritte“ aufgrund einiger Ausfälle ihr Spitzenduo bestehend aus Herbert Lasch und Patrick Baumann an die zweite Mannschaft abgeben musste.

Eine gravierende Schwächung bedeutete die personelle Lage aber nicht, die unglückliche Doppelniederlage von Julia Böhling und Jennifer Zinke im fünften Satz, nachdem das Vollmarshäuser Doppel alle seine Sätze denkbar knapp mit lediglich zwei Punkten Vorsprung gewann, wurde ebenfalls im fünften Satz durch Bernd Böhling und Patrick Nehren ausgeglichen. Anschließend hatte Wellerode jedoch weiter Pech. Die trotz wenig Spielpraxis stark aufspielende Julia Böhling unterlag im Entscheidungssatz unglücklich mit 12:14 und auch bei ihrem Vater wäre mehr als ein 1:3 im ersten Einzel drin gewesen. Zwar konnte Jennifer die TSG wieder heranbringen, doch Patrick N. schien mit dem Kopf noch in der vorherigen Woche, in der er als Aushilfskraft in der zweiten Mannschaft abgeschossen wurde, zu stecken und war in seinem ersten Einzel chancenlos. Durch dieses 2:4 schienen die Herren aus der Nachbargemeinde nun kurz davor, unserem Team die erste Rückrundenniederlage beizubringen. Man sollte aber immer mit den Welleröder „Mentalitätsmonstern“ rechnen! Bernd leitete eine herausragende Aufholjagd ein, indem er gegen seinen Namensvetter Bernd Klamt eine 1:2-Rückstand aufholte.

Danach ließ Julia dem Vollmarshäuser Youngstar Rafael Malsch nicht den Hauch einer Chance und auch Patrick N. behielt in seinem zweiten Einzel die Oberhand, wenngleich er auch hier unter seinen Möglichkeiten blieb. Jennifer hatte jetzt also die Möglichkeit, die starke Welleröder Phase mit dem 6:4 zu veredeln. Leider reichte das Feuerwerk, dass sie zwischenzeitlich abbrannte nicht. Sie machte 12 Punkte hintereinander (!), da lag sie aber schon 0:2 in den Sätzen hinten und musste sich schließlich mit 1:3 geschlagen geben. Alles in allem hätte man also ergebnistechnisch wirklich gleich zum flüssigen Vergnügen übergehen können. Dann hätte aber niemand bemerkt, was die Vollmarshäuser aus dem Nachnamen von Patrick gemacht hatten. War das Ausfüllen des Spielberichts zunächst scheinbar reibungslos verlaufen, stutzte der Mannschaftsführer der Gastgeber bei der Begrüßung jedoch und fragte: „ Heißt da jemand von euch wirklich wie die Neonröhre?“ – Einen so kreativen Fehler beim Schreiben des Namens „Nehren“ hatte ich vorher noch nie erlebt … ;-).

Es spielten: Julia Böhling (1:1) Bernd Böhling (1:1) Jennifer Zinke (1:1) und Patrick Nehren (1:1) sowie im Doppel: B. Böhling/P. Nehren (1:0) und J. Böhling/J. Zinke (0:1). (© Patrick Nehren)

This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.